Die Weinberge der Mosel sind schon vor rund 400 Millionen Jahren entstanden. Auf dem mineralischen Schiefer und Kalkböden entstehen die hervorragenden Riesling Weine (wie zum Beispiel von Markus Molitor oder dem Weingut Joh. Jos. Prüm die ich ebenfalls aktuell zu meinen Favoriten zähle).
Die Böden der Mosel sind überwiegend aus Schiefer, ein kleinerer Teil aus Muschelkalk, Keuper und Tonschiefer. Die Hänge sind vor allem gen Süden ausgerichtet und sehr steil, die Hälfte der Reben wird in Steil- und Terrassenlagen angebaut. Diese sind natürlich nur sehr schwer und auch kostenintensiv zu betreiben, denn hier kann keine Maschine helfen, die Arbeit und Lese erfolgt händisch. Hinzu kommt noch, dass hier keine effiziente Drahtrahmenziehung der Reben möglich ist. Das erhöht nochmals die Kosten für die Wein-Güter und macht die Reben sturmanfälliger.

Die Terrassenmosel ist der Bereich der unteren Mosel und heißt offiziell Burg Cochem, er wird nur umgangssprachlich TM genannt, da die Reben dort überwiegend auf Terrassen stehen. Dieses Untergebiet der Wein-Region ist aufstrebend und hat sich das Ziel gesetzt die Qualität der Mittelmosel zu erreichen. Auf den Steilhängen ist dies in der Tat möglich, da die Trauben hier höhere Reifegrade erreichen. Leider meist mehr oder minder gut, aber die besten Weine der Untermosel können schon heute mit den Weinen der Mittelmosel mithalten. Die Weine der TM sind jedoch kräftiger und weniger fein mit einem leicht mineralischen Bodengeschmack.

Die Mittelmosel ist für mich und für viele andere der wichtigste Bereich der Mosel bei Bernkastel. Durch die natürlichen Schleifen und Windungen der Mosel ist dieser Bereich mit den Wein-Bergen auch für das Auge schön anzusehen. Ins Besondere Bernkastel hat die Weine von der Mosel bekannt gemacht. Hier findet man die wichtigsten Weinbauorte nebeneinander gereiht.
Die Weine der Mittelmosel sind aufgrund ihrer Zartheit, Komplexität, Ausdrucksstärke und Harmonie beliebt. Im Weiteren sind die Weine mit einem intensiven, würzigen Bukett versehen.

Die Saar und Ruwer sind Bereiche der Mosel und umfassen weitere Täler der unteren Ruwer, das Gebiet um Trier und den Unterlauf der Saar plus Seitentäler. Auch in diesem Gebiet entstehen Spitzen-Weine, die so manch einen Wein-Freund in vollstem Maße entzücken. An Saar und Ruwer ist es klimatisch gesehen kühler als in Bernkastel, das liegt an der höheren Lage. Riesling-Weine von Saar und Ruwer aus einem guten Jahrgang mit vielen Sonnenstunden im Herbst sind charakterisiert durch Spritzigkeit. Ist der Alkoholgehalt nicht zu hoch, sind die Weine vollmundig, fein und elegant. Diese Weine sollten dann aber noch mindestens drei Jahre in der Flasche reifen, um sich voll entfalten zu können. Bei nicht so guten Jahrgängen ist der Wein von Saar und Ruwer mit einer scharfen Säure versehen und hat aufgrund der Kühle oft Reifeprobleme.

Die Obermosel und das Moseltor folgt nach Saar-Ruwer flussaufwärts bis zur Grenze nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland. Der Boden besteht aus Muschelkalk, das Klima ist kühler und Steilhänge gibt es nicht mehr. Dementsprechend sind die Weine der Obermosel überhaupt nicht mit den anderen Bereichen zu vergleichen. Der Bereich Moseltor, das sind die Wein-Berge der Mosel im Saarland.
Die Weine aus diesen beiden Bereichen der Mosel können nicht mit der Qualität von Mittelmosel, Saar und Ruwer mithalten. Die Weingüter haben sich daher auf die Rebsorte Elbling konzentriert, mit dem Ziel diese uralte Rebsorte in Deutschland wiederzubeleben.

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