Es können unterschiedliche Stadien eurer Entwicklung sein in der ich Euch gerade abhole. Im besten Falle ist es ein frühes und tolerantes, in welchem Ihr noch Ratschläge annehmt. Man kenn ja zur Genüge Beispiele aus der Wein-Welt die erzkonservativ Ihren Stiefel durchziehen und mit Links und Rechts nichts zu tun haben wollen. Ihr könnt es Euch sicherlich vorstellen, ich möchte auf meine und anderer Leute Sammelwahn oder nennen wir es doch lieber Sammelleidenschaft hinaus (damit der Begriff nicht so negativ belastet ist). Man kann sich einfach wunderbar damit beschäftigen und es mach so viel Spaß.

Ein wenig ist es wie beim ersten Auto, zumindest war es bei mir so. „Schön muss es sein“ und „nur das Beste kommt hinein“ waren Sätze die ich mit Sicherheit häufiger verwendet habe. Es war übrigens ein 1998 Mini Cooper in Racing Green, in welchen ich später noch eine Spurverbreiterung und Musikanlage + Rennstreifen baute. Der Übergang zu Wein wird jetzt schwierig, deswegen versuche ich es nicht einmal.

Das allererste bei dem man beinahe zwangsläufig startet ist die französische Wein-Welt, da diese die populärste und oder auch bekannteste im Europäischen Raum zu sein scheint. Und wozu gereift man als erstes natürlich nach den Sternen also dem teuersten, weil es das vermeintlich Beste ist. Doch da greifen einige Punkte, welche auch ich erst mit der Zeit, trotz etlicher Zurufe lernen musste.

Probieren, probieren, probieren – Man muss die Möglichkeit finden. Nur das bringt einen weiter und näher an das eigentliche Ziel. Den für sich besten und Achtung „gut gemachten“ Wein zu finden, welcher auch noch preislich attraktiv ist – kurz um „Value for Money“ oder VFM.
Kurzer Nachtrag: „gut gemachter Wein“ wird für mich persönlich immer wichtiger, weil klar in den unzähligen Discountern bekommt man auch Weine, welche fantastisch schmecken können, nur tun wir uns alle einen riesen Gefallen damit wenn wir kein industriell hergestellten Wein kaufen, sondern einen fachmännisch und traditionell produzierten vom richtigen Winzer kaufen (am liebsten von Nebenan). Das ist natürlich meistens auch mit einem höheren Preis verbunden. Hilft aber kleinen Produzenten und der Umwelt.
Die Quintessenz – geht zum nächsten Jacques, Weindepot oder Messe wie die Prowein und probiert Euch durch die Weine bzw. wenn möglich lasst Euch schön unterhalten und beraten. Ihr werdet, da bin ich mir sicher, Entdeckungen machen, den ein oder anderen mit nach Hause nehmen und Eurem Ziel näher kommen.

Das Asiensyndrom – beschreibt was ich eingangs schon angedeutet hatte. Der Kauf des vermeintlich Besten und damit hoffentlich auch perfektesten Wein mit dem meisten Punkten, was sich möglichst im Geschmack und im Asiatischen Raum auch in der Gesundheit widerspiegeln sollte. Entweder es ist nicht weiter gefährlich, da Geld ohnehin keine Rolle spielt, oder man sollte hier aufpassen sich nicht zu verspekulieren. Den Gutes ist meist teuer außer man kennt sich aus. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt.

Selbst zum Insider werden – ist nicht leicht und verlangt einem viel Zeit vor allem Passion ab in dieser riesigen Branche die fast keine Grenzen kennt. Will man sich selbst finden in einer Rebsorte oder Region, da dieses eher entscheidend ist für den Geschmack, so muss man viele Jahre investieren um in diesen für sich selbst Weine zu finden für VFM. Meistens war irgendjemand schneller und der Wein ist kein Geheimtipp mehr, daher – Ihr könnt es Euch sicher denken wird mehr für diesen aufgerufen. Dann muss man einen Tot sterben. Links liegen lassen oder doch kaufen. Am Ende entscheidet Ihr darüber.

Ich möchte Euch nicht alleine lassen und sage Euch daher abschließend, dass ihr als Einsteiger, wenn Ihr einer seid, fette Weine mögen werdet und hier Preislich attraktive und gut gemachte Weine in Portugal, Südafrika und an der Rhone in Frankreich finden werden.

Durch solche frühen Inventionen oder besser Präventionen lässt sich Geld, Zeit und Geschmackliche Enttäuschungen vermeiden oder stark verringern. Die Differenz dürft ihr mir gerne auf mein Konto überweisen.
Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in meine Gedankengänge gewähren und Ihr konntet sogar etwas mitnehmen auf jeden Fall immer neugierig zu bleiben und zu probieren.

Euer Marco

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