Der Wineblogger hat die Gunst der Stunde genutzt und ist einer Einladung der Inter-Rhone und FFK Hamburg gefolgt um zu demonstrieren, was ein kleines Dorf namens Rasteau in der Nähe der Süd-Rhone für Euch bereit hält. Es sind drei Tage voller Weinproben und gehobenen örtlichen Köstlichkeiten geworden, welche der WB Euch in einem dreiteiligen Roadbook präsentieren möchte.

Marktplatz Rasteau

Nach einer sehr kurzen Anreise mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Marseille und einer ungeahnt schönen Autofahrt durch verwunschene Weinberge kam er in Rasteau an. Ein kleines beinahe verschlafenes Dorf öffnete Ihm die Türen. Nach einer kurzen Verschnaufpause in dem kleinen und herzlichen B&B &Dinner „Cote Cour“ ging es mit dem ersten Reiseleiter Valentin zur Domaine Gramiller.

Winzer Frédéric Julien

Als Philanthrop kennt euer WB die Gastfreundschaft vieler beschaulicher französischer Dörfer. Er sollte ein weiteres Mal nicht enttäuscht werden, denn er traf auf den Winzer Frédéric Julien, welcher trotz kläglicher Englischkenntnisse alles tat um von Touristen Gehör zu bekommen. Der sich selbst und ständig mit neuen Entwicklungen vorantreibende Frédéric, offerierte vorweg ein außergewöhnliches Bier Tasting aus eigenem Anbau, nachdem er stolz seine mit eigenen Händen gebaute Kellerei und organischen ggf. bald bio-dynamischen Weinberg zeigte.

Gramillette Biere Brune

Dieser überdermaßen tüchtige Winzer begeistert den WB mit seiner Vielfalt präsentierter Biere, wie zum Beispiel einem Domaine Gramiller „Gramillette Biere Brune“. Es ist sein erster Bierjahrgang, welcher verkostet wurde und dessen Potenzial unumstritten ist, auch da es eine Microbrewery ist und alle Flaschen bereits an umliegende Bauern verkauft sind.

Frédéric & euer WB

Noch deutlicher beeindruckt euren WB die von ihm im burgundischen Stil ausgebauten, mineralischen und vollen Weißweine. Zugegeben eher Region untypisch, da in Rasteau zum Großteil Rotwein aus den Syrah und Grenache Trauben ausgebaut wird. Dennoch mehr als einen Schluck wert. Besonders hoch hat es der Domaine Gramiller Reve blanc 2017 auf das interne WB Ranking geschafft. Sein Bouquet ist überwältigend und seine Mineralik holt ihn ab.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass dieser Winzer mit seinen Qualitäten noch viel bewegen wird, besonders weil er seine handwerklich gut-gemachten Weine zwischen 6-13 Euro anbietet – was gemessen am Spaß nicht viel ist.

Sponti VS Zuchthefe

Das Finish birgt etwas ganz besonderes! Zwei identische Weine (selbe Trauben, selber Jahrgang) nur einer Spontan und der andere über Zuchthefen vergoren. Dieses Erlebnis wird nur Wenigen in ihrer Weinkarriere zuteil. Zusammengefasst hat der „Sponti“ deutlich ruppigere Tannine und bereits in jungen Jahren ein älteres Gewand, als der noch beinahe verschlossene Zuchthefen-Wein. Der WB denkt, dass man es so im Allgemeinen stehen lassen darf.

Endlos könnte er hier weiter für Euch schreiben, aber es muss weitergehen und zwar unbeirrt mit hervorragend servierter Hausmannskost – bei einem Dinner im „Cote Cour“ zubereitet von der Besitzerin persönlich. Noch nicht genug, dass uns unteranderem eine Spargel-Creme-Suppe mit darauf folgendem Lammbraten und Lammkeule Gang offeriert wurde, es waren auch noch zwei Winzer zugegen. Mireille Besnardeau von der “Domaine des Grands bois” und Pasco Perdigao von der „Domaine Chamfort“.

Dieser Abend sollte einer dieser – mit der perfekten Symbiose aus Wein und Essen werden, voller intensiver Gespräche über Genossenschaften, Bio-Dynamie und dessen Weine. Dem WB wurde hier der Ehre einer parallelen vertikalen Jahrgangsprobe zweier Weingüter zuteil. Im Einzelnen begeisterten besonders die älteren Jahrgänge von Pasco als da war der 2015 Jahrgang des Rouge Chamfort und der gespritete meist rote Süßwein aus Rasteau VDN „Vin Doux Natural“.

Welcher hier nahezu unbekannt ist, da nur extrem geringe Produktionsmenge existieren und zurecht das Land nicht verlassen. Zugegeben wir sind auch durch Mosel, Rheinhessen und weitere Regionen mit Kabis, Spätis, Auslesen und allen was dann noch kommt verwöhnt in Deutschland. Dennoch hat dieser rote süße Tais es geschafft meine Gunst zu erhoben. Kann das alles noch getoppt werden durch die kommenden Tage. Ihr hört vom Wineblogger. Salute!

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